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Grain Scotch Whisky

Grain Scotch Whisky

Grain Whisky - Scotch der etwas anderen Art aus Schottland

Geht es um Scotch Whisky, dann denken die meisten an Single Malt, wobei natürlich auch der Blended Whisky eine wichtige Rolle spielt. Aber wenn die Rede auf Grain Scotch Whisky fällt, dann stutzen manche erst einmal. Dabei ist der Grain Whisky mit für den Erfolg von Blended Scotch Whisky verantwortlich und hat es außerdem verdient, auch als Klasse für sich betrachtet zu werden.

Grain Scotch Whisky

Was ist eigentlich Grain Whisky? Grain ist das englische Wort für Getreide und weist darauf hin, was die Eigenheit dieser Spirituose ist. Hierfür kommt nämlich kein Gerstenmalz zum Einsatz, sondern ungemälztes Getreide. Im Deutschen spricht man allgemein von Getreidewhisky. Grain Whiskys stützen sich im Gegensatz zu Malt Whiskys auf eine Maische aus (mehrheitlich) ungemälzter Gerste und werden im großen Stile hergestellt. Vor allem die Destillerien in den Lowlands haben sich auf den Grain Scotch Whisky spezialisiert. Der Löwenanteil der Produktion wandert zu anderen Brennereien im ganzen Land, die hiermit Blended Scotch Whisky mixen. Es gibt aber auch die eine oder andere Abfüllung an Grain Whisky aus Schottland, die direkt auf den Markt kommt.

Was zeichnet Grain Scotch Whisky aus? Der eine oder andere mag dazu neigen, Getreidewhisky als weniger geschliffen, komplex, weich und anspruchsvoll anzusehen als Malt Whisky, doch davon sollte man sich nicht beirren lassen. Während die Destillate aus der Massenproduktion zum Blending gedacht sind, handelt es sich bei den wenigen Grain Scotch Whiskys für den Genuss um hochwertige Abfüllungen mit dem gewissen Etwas. Der Getreidewhisky wurde meist im kontinuierlichen Verfahren im column still bzw. patent still gebrannt und mindestens drei Jahre im Eichenfass gelagert. Die kontinuierliche Destillation macht den hochprozentigen Alkohol sehr rein, verleiht dem Destillat eine angenehme Leichtigkeit und lässt es weniger intensiv in Aroma und Geschmack erscheinen. Grain Scotch Whisky wie The Girvan Patent Still kann durchaus pur oder "on the rocks" getrunken werden.

Der Geheimtipp: schottischer Grain-Whisky

Obwohl vor allem die Destillerien aus den Lowlands sich auf schottische Whiskys aus ungemälztem Getreide spezialisiert haben, gibt es ihn im Grunde in jeder Whiskyregion zu entdecken. Manche Brennereien produzieren ihn ausschließlich, um ihn an Dritte auszuliefern. Dort findet er seinen Weg in den Blended Whisky, indem man ihn mit Single Malt vermählt. Der Anteil kann von Abfüllung zu Abfüllung unterschiedlich sein, wobei gern ein höherer Anteil an Single Malts gewählt wird. Der eine oder andere Betrieb erkennt das Potenzial von Grain Whisky aus Schottland und füllt ihn für sich allein ab, sozusagen als Alternative zu all den Klassikern. Wenn Sie den Getreidewhisky kennenlernen möchten, empfehlen wir Ihnen dieses Experiment, denn es lassen sich durchaus Differenzen in den Aromen zu den klassischen Topsellern im Handel bemerken.

Zu den Brennereien, die hochwertigen Getreidewhisky anbieten, gehört die Loch Lomond Distillery. Sie ist nach ihrem Standort in der Whiskyregion Highlands benannt. Der Firmensitz am See befindet sich auf einem industriellen Gelände, auf dem einst Autos hergestellt wurden. Heute dominieren dort schottische Whiskys, und zwar in der Form von Grain-Whisky und Malt-Whisky. Die Firma Loch Lomond bringt mehrere Marken auf den Markt, darunter auch Inchmoan, Inchmurrin, Craiglodge und Glen Douglas. Unter dem eigenen Namen veröffentlicht die erst seit knapp 50 Jahren aktive Destillerie zudem Grain Whisky. Die Gesamtkapazität beläuft sich auf knapp vier Millionen Liter im Jahr, und beiden Typen von Destillaten finden Beachtung. Auch so manch ein Blend wird durch die Destillate des noch jungen Unternehmens bereichert.

Außerdem führt beim Grain Whisky kaufen kein Weg an der Marke The Girvan vorbei. Diese Brennerei verkörpert den für Destillate aus nicht gemälztem Getreide typischen Lowland Whisky aus dem Tiefland. Sie wurde 1963 von William Grant & Sons errichtet und ist damit ebenfalls eine der moderneren Destillerien. Dabei war es von Anfang an das Ziel, in diesem Betrieb feinen Grain-Whisky für diverse Blends zu produzieren. Das Faszinierende an der Whiskymarke ist, dass einige ihrer Abfüllungen überdurchschnittlich lang lagern dürfen. So gibt es Editionen, die rund 30 Jahre oder sogar noch länger in Eichenfässern reifen, bevor sie als rare Highlights für das Premium-Segment zugänglich gemacht werden. Für viele ist die Girvan Distillery die Anlaufstelle schlechthin, wenn es um Getreidewhisky geht. Mehrfach prämierte, charaktervolle Produkte wie der 1995 erschienene Black Barrel Single Grain Whisky – der speziell in Frankreich, Spanien und Portugal hohe Wellen der Begeisterung schlug – haben der Firma zum globalen Durchbruch verholfen. Gebrannt werden die Aushängeschilder der Destillerie im Patent Still, bevor sie lang Zeit bekommen, etliche Aromen und überraschend komplexe Geschmacksnoten auszubilden. Dennoch bewahren sie ihre Leichtigkeit, die sie dem Column Still zu verdanken haben und die ein Markenzeichen von Grain-Whisky darstellt. Ebenso erwähnenswert sind Marken wie Caledonian, Carsbridge, Cambus und Port Dundas. Sie weisen zum Teil einen noch höheren Reifegrad von über 40 oder 50 Jahren auf und können es mühelos mit bekanntem Single Malt aufnehmen. Solche schottische Raritäten sollten Sie sich in aller Ruhe pur gönnen.

Wissenswertes zu Grain Whisky

Ein Getreidewhisky muss übrigens nicht wie bei den meisten Produkten aus Schottland auf einer einzigen Getreidesorte basieren. Neben Gerste würden sich z. B. noch Roggen, Weizen oder Mais eignen. Sie haben sogar inzwischen überhand, im Gegensatz zum Rohstoff für Malt Whiskys. Mais oder Weizen werden bevorzugt, da Roggen etwas komplizierter zu verarbeiten ist. Ab und zu finden mehrere Sorten zusammen. Solche Blends entstehen teilweise auch in anderen Ländern wie Kanada, wobei sie in Amerika eher unüblich sind. Auch Irland bringt nur ausgesprochen selten einen Grain Whiskey heraus. Wird eine Abfüllung mit dem Prädikat Single Grain gekennzeichnet, dann kam für die vergorene Maische tatsächlich nur eine Getreidesorte zum Tragen. Die Wahl des Getreides übt durchaus einen Einfluss auf das Endergebnis aus. So oder so erhält man am Ende jedenfalls einen grazileren und dezenteren Whisky als beim Single Malt aus dem Pot Still. Reinheit, ein leichter und schlanker Körper und ein zugängliches Aroma zeichnen schottische Grain Whiskys aus. Je mehr Jahre sie lagern konnten, desto mehr erinnern sie an amerikanische Whiskys wie Bourbon oder Rye. Wer sie nicht auf Eis trinken will, sollte das Mixen in Betracht ziehen. Cocktails mit Grain Whisky gibt es zwar nicht viele, aber das Experimentieren lohnt sich. In einem Old Fashioned, einem Dapper Tini oder einem Clubman machen die zu Unrecht verschmähten Destillate eine gute Figur.