5 regionale Gins, die du diesen Sommer kennen musst





5 regionale Gins, die du diesen Sommer kennen musst


5 regionale Gins

Es gibt diese Sommerabende, an denen plötzlich alles passt. Die Luft ist warm, irgendwo läuft Musik, der Grill glüht noch leicht nach und in der Hand ist ein perfekt gekühlter Gin Tonic. Genau solche Momente haben mich in den letzten Jahren immer wieder dazu gebracht, neue Gins auszuprobieren. Und ehrlich gesagt: Die spannendsten kommen inzwischen nicht mehr nur aus London oder Spanien, sondern direkt aus unserer Region.

Kleine Destillerien experimentieren mit heimischen Kräutern, regionalen Botanicals und richtig viel Leidenschaft. Das Ergebnis? Gins mit Charakter, die nicht austauschbar schmecken, sondern echte Geschichten erzählen und verdammt lecker sind.

Deshalb kommen hier meine fünf regionalen Gins, die du diesen Sommer unbedingt kennenlernen solltest.

Monkey 47 – der Kräuterige Klassiker aus dem Schwarzwald

Eine Flasche Monkey 47 Schwarzwald Gin.

Also quasi Schwarzwald mit Kultstatus. Hinter Monkey 47 steckt die Black Forest Distillers Destillerie in Loßburg im Schwarzwald. Gegründet wurde die Marke 2010 von Alexander Stein und Christoph Keller. Besonders bekannt wurde dieser regionale Gin durch seine außergewöhnliche Rezeptur mit 47 Botanicals. Daher stammt natürlich auch der Name.

Viele Zutaten stammen direkt aus dem Schwarzwald, darunter Fichtensprossen, Preiselbeeren und verschiedene Kräuter. Genau diese regionale Verbindung macht den Gin so besonders gern.

Was ich spannend finde: Trotz der vielen Botanicals wirkt der Gin erstaunlich harmonisch und entwickelt beim Trinken ständig neue Aromen. Selbst Bartender feiern genau diese Komplexität seit Jahren.

Wenn man also über deutsche Premium-Gins spricht, kommt man an Monkey 47 kaum vorbei. Trotz seiner Komplexität wirkt er nie zu schwer. Gerade im Sommer mag ich die frischen Zitrus- und Kräuternoten besonders gern.

Warum er perfekt für den Sommer ist: Er funktioniert sowohl klassisch mit Tonic als auch in sommerlichen Cocktail unglaublich gut.

Mein Tipp: Mit einem trockenen Tonic Water, viel Eis und einer Grapefruitschale servieren.

Perfekt für:

  • lange Sommerabende
  • BBQs mit Freunden
  • alle, die aromatischen Gin mögen

Passendes Food Pairing:

  • gegrillter Ziegenkäse mit Honig
  • Rosmarin-Kartoffeln
  • Antipasti mit Oliven und luftgetrocknetem Schinken

Die intensiven Kräuter- und Zitrusnoten harmonieren besonders gut mit herzhaften, leicht mediterranen Gerichten. Gerade beim Grillen funktioniert dieser regionale Gin überraschend vielseitig.

Black Forest Sunset

Ein sommerlicher Drink mit Kräutern, Zitrus und leichter Beerennote.

Ein Glas des Black Forest Sunset Cocktails.

Zutaten:

  • 5 cl Monkey 47
  • 2 cl frischer Grapefruitsaft
  • 1 cl Zitronensaft
  • 1 cl Honigsirup
  • Tonic Water
  • frischer Rosmarin
  • ein paar Heidelbeeren

Zubereitung:

Ein Glas mit Eis füllen, Gin, Grapefruit- und Zitronensaft dazugeben. Mit Tonic auffüllen und vorsichtig umrühren. Rosmarin leicht andrücken und mit Heidelbeeren ins Glas geben.

Geschmack: Frisch, leicht herb und perfekt für lange Sommerabende auf dem Balkon.

Siegfried Rheinland Dry Gin- fruchtig und unkompliziert

Eine Flasche Siegfried Rheinland Dry Gin.

Die Rheinland Distillers GmbH wurde 2014 in Bonn gegründet und gehört heute zu den bekanntesten deutschen Gin-Produzenten. Hinter der Marke stehen Gerald Koenen und Raphael Vollmar, die mit relativ kleinem Budget gestartet sind und daraus eine international bekannte Gin-Marke aufgebaut haben.

Der Name „Siegfried“ stammt aus der Nibelungensage und passt perfekt zur regionalen Identität des Gins. Das wichtigste Botanical ist die Lindenblüte, eine Anspielung auf das berühmte Lindenblatt aus der Sage.

Was die Destillerie besonders macht: Sie verbindet traditionelle Herstellung mit modernen Ideen. Neben dem klassischen Dry Gin wurde auch der alkoholfreie Wonderleaf extrem erfolgreich.

Mein Eindruck: Die Marke wirkt trotz ihres Erfolgs immer noch angenehm bodenständig und regional verwurzelt.

Der Siegfried Gin ist für mich einer dieser regionale Gins, die einfach immer funktionieren. Die Lindenblüte sorgt für eine angenehm weiche, leicht florale Note, ohne dass der Gin zu süß wird. Gerade Gin-Einsteiger werden ihn mögen, weil er zugänglich wirkt und trotzdem Charakter hat.

Im Sommer trinke ich ihn besonders gern mit: Wildberry Tonic, frischen Himbeeren und Minze.

Warum er spannend ist: Er zeigt, dass deutscher Gin nicht immer extrem würzig oder trocken sein muss.

Passendes Food Pairing:

  • frischer Sommersalat mit Beeren
  • Garnelen mit Limette
  • leichter Ziegenfrischkäse

Durch die floralen und fruchtigen Noten passt der regionale Gin perfekt zu leichter Sommerküche. Besonders gut funktioniert er mit Gerichten, die etwas Frische oder Säure mitbringen.

Berry Garden Spritz

Ein Glas des Berry Garden Spritz.

Ein leichter, fruchtiger Sommerdrink mit floralen Noten.

Zutaten:

  • 4 cl Siegfried Gin
  • 6 cl Wildberry Tonic
  • 4 cl Prosecco
  • frische Himbeeren
  • Minze
  • Eiswürfel

Zubereitung:

Gin und Eis in ein großes Weinglas geben. Mit Wildberry Tonic und Prosecco auffüllen. Himbeeren und Minze hinzufügen.

Geschmack: Fruchtig, spritzig und unglaublich unkompliziert, ideal für Gartenpartys.

Woodland Gin – der Wilde mit echten Waldnoten

Woodland Gin kommt aus dem Sauerland und hebt sich vor allem durch seine ungewöhnlichen Botanicals ab. Die Destillerie setzt stark auf heimische Zutaten wie Fichtenspitzen, Brennnessel, Sauerampfer oder Löwenzahnwurzel.

Das Ziel war offenbar nie, einfach nur einen weiteren klassischen Dry Gin zu machen. Stattdessen wollten die Gründer den Geschmack ihrer Region einfangen und genau das gelingt erstaunlich gut.

Besonders spannend: Das verwendete Sauerländer Quellwasser und die vielen Waldaromen geben dem Gin seinen fast schon naturverbundenen Charakter. Wenn man ihn probiert, versteht man sofort, warum der Name Woodland gewählt wurde.

Dieser regionale Gin gehört definitiv zu den außergewöhnlichsten Gins, die ich bisher probiert habe. Die ganzen verwendeten Botanicals klingen erst einmal verrückt, er schmeckt aber überraschend frisch und komplex.

Genau solche Gins machen gerade den Reiz kleiner regionaler Brennereien aus, denn sie trauen sich etwas.

Mein Eindruck beim ersten Probieren: Fast wie ein Spaziergang durch den Wald nach einem Sommerregen.

Mein Tipp: Nicht mit zu viel Garnitur überladen. Ein neutrales Tonic reicht völlig aus.

Passendes Food Pairing:

  • Pilz-Risotto
  • gegrilltes Steak mit Kräuterbutter
  • geräucherter Käse oder Wildschinken

Durch die erdigen Waldaromen wirkt dieser regionale Gin unglaublich spannend zu kräftigeren Speisen. Vor allem herzhafte Gerichte mit Röstaromen holen die besonderen Botanicals richtig hervor.

Forest Mule

Ein Becher des Forest Mule Cocktail.

Ein würziger Twist auf den klassischen Moscow Mule.

Zutaten:

  • 5 cl Woodland Gin
  • 1 cl Limettensaft
  • Ginger Beer
  • Gurkenscheiben
  • frischer Thymian
  • Eis

Zubereitung:

Gin und Limettensaft auf Eis geben. Mit Ginger Beer auffüllen. Gurkenscheiben und Thymian dazugeben.

Geschmack: Würzig, kräuterig und leicht wild, fast wie ein Sommerabend im Wald.

The Duke Munich Dry Gin – mediterranes Sommerfeeling aus Bayern

The Duke gehört zu den ersten wirklich erfolgreichen deutschen Craft-Gins und wird mitten in München produziert. Die Destillerie arbeitet mit Bio-Botanicals und legt großen Wert auf nachhaltige Herstellung. Das merkt man auch im Geschmack: sehr sauber, frisch und angenehm natürlich.

Was viele nicht wissen: Als The Duke auf den Markt kam, war deutscher Gin international noch längst kein großer Trend. Die Marke hat also definitiv dazu beigetragen, dass deutsche Craft-Destillerien heute so beliebt sind.

Besonders sympathisch finde ich: Die Kombination aus urbanem München-Flair und klassischer Destillierkunst.

The Duke verbindet klassische Gin-Aromen mit mediterranen Noten wie Zitrone, Koriander und Lavendel. Dazu kommt ein angenehm weicher Charakter, der perfekt zu warmen Sommerabenden passt. Ich mag besonders, dass dieser regionale Gin trotz seiner Frische nie künstlich wirkt.

So trinke ich ihn am liebsten: Mit Mediterranean Tonic, Basilikum und Zitronenzeste.

Der Drink erinnert sofort an Urlaub, Terrasse und lange Sonnenuntergänge.

Warum er in diese Liste gehört: Er zeigt, wie modern und hochwertig regionale Destillerien inzwischen arbeiten.

Passendes Food Pairing:

  • Bruschetta mit Tomate und Basilikum
  • Zitronenpasta
  • gegrillter Fisch

Die mediterranen Kräuter- und Zitrusnoten wirken leicht und sommerlich. Genau deshalb passt dieser regionale Gin hervorragend zu Italienisch inspirierten Gerichten oder leichten Fischgerichten.

Mediterranean Garden

Ein Glas des Mediterranean Garden Cocktail.

Ein mediterraner Gin-Drink mit Urlaubsvibes.

Zutaten:

  • 5 cl The Duke Gin
  • 2 cl Zitronensaft
  • 1 cl Basilikumsirup
  • Mediterranean Tonic
  • frischer Basilikum
  • Zitronenzeste

Zubereitung:

Gin, Zitronensaft und Basilikumsirup mit Eis verrühren. Mit Tonic auffüllen und mit Basilikum sowie Zitronenzeste garnieren.

Geschmack: Frisch, leicht kräuterig und perfekt für warme Sommernächte.

Illusionist Dry Gin – der Überraschende regionale Gin mit Wow-Effekt

The Illusionist Gin

Illusionist Gin stammt ebenfalls aus München, verfolgt aber einen deutlich moderneren und experimentelleren Ansatz. Bekannt wurde die Marke vor allem durch ihren Farbwechsel-Effekt: Der tiefblaue Gin färbt sich mit Tonic violett.

Was schnell oberflächlich wirken könnte, ist tatsächlich überraschend hochwertig umgesetzt.

Die Destillerie kombiniert klassische Botanicals mit floralen und frischen Noten und richtet sich bewusst an Menschen, die Gin neu entdecken möchten.

Mein Eindruck: Illusionist schafft etwas, das vielen modernen Marken nicht gelingt: auffällig sein, ohne beliebig zu wirken. Gerade auf Sommerpartys sorgt dieser regionale Gin fast automatisch für Gespräche.

Den Illusionist Gin aus München entdeckt man meistens zuerst wegen seiner Farbe: tiefblau. Spätestens wenn Tonic dazukommt und sich der Drink violett färbt, hat er auf jeder Sommerparty Aufmerksamkeit. Aber der Gin kann deutlich mehr als nur gut aussehen.

Geschmacklich bringt er florale Noten, Zitrus und eine angenehme Würze mit. Modern, leicht verspielt und trotzdem hochwertig.

Ich war anfangs ehrlich gesagt skeptisch, ob der Effekt nicht wichtiger ist als der Geschmack. Nach dem ersten Glas war ich aber komplett überzeugt.

Perfekt für:

  • Sommerpartys
  • Gin-Abende mit Freunden
  • alle, die mal etwas Besonderes servieren möchten

Passendes Food Pairing:

  • Sushi oder Sashimi
  • dunkle Schokolade mit Meersalz
  • fruchtige Desserts mit Beeren

Durch den floralen Charakter und die leichte Würze wirkt dieser regionale Gin vielseitiger, als man zunächst denkt. Besonders spannend ist die Kombination mit feinen, modernen Gerichten oder kleinen Dessert-Komponenten.

Purple Summer

Ein Glas des Purple Summer Cocktails zubereitet mit dem Illusionist (regionale Gins)

Der perfekte Wow-Drink für Gäste.

Zutaten:

  • 5 cl Illusionist Gin
  • 2 cl Limettensaft
  • 1 cl Holunderblütensirup
  • Indian Tonic Water
  • essbare Blüten
  • Eiswürfel

Zubereitung:

Gin, Limettensaft und Sirup auf Eis geben. Langsam mit Tonic auffüllen und den Farbwechsel beobachten. Mit essbaren Blüten dekorieren.

Geschmack: Florig, frisch und optisch ein absoluter Hingucker.

Warum regionale Gins gerade so spannend sind

Was ich besonders mang: regionale Gins wirken persönlicher. Man merkt oft sofort, dass hier nicht einfach ein Produkt für den Massenmarkt entwickelt wurde. Viele kleine Destillerien produzieren in kleinen Mengen, experimentieren mehr und setzen stärker auf Qualität statt auf Marketing.

Dazu kommt ein Trend, den ich richtig gut finde: bewusster konsumieren und lokale Produzenten unterstützen. Gerade im Sommer passt das perfekt. Statt immer dieselben bekannten Marken zu kaufen, entdeckt man plötzlich völlig neue Geschmacksrichtungen direkt aus der eigenen Region.

Mein Fazit

Gin muss nicht immer international oder extrem fancy sein. Die spannendsten Flaschen stehen oft viel näher, als man denkt. Und wenn du keine Lust hast, durch volle und überhitzte Getränkeläden zu laufen, dann schau doch mal hier vorbei. Bei dasgibtesnureinmal.de kannst du entspannt von zu Hause stöbern, vielleicht direkt mit einem Gin Tonic in der Hand.

Also, regionale Gins bringen nicht nur Abwechslung ins Glas, sondern erzählen Geschichten von Landschaft, Handwerk und Kreativität. Und genau das macht sie für mich gerade im Sommer so besonders.

Falls du also dieses Jahr mal etwas Neues ausprobieren möchtest, dann lass die Standardflasche im Supermarkt stehen und gib kleinen regionalen Destillerien eine Chance. Du wirst überrascht sein, wie viel Sommer in einer einzigen Flasche stecken kann.

Folge uns gerne auf unseren Social-Media-Kanälen, verpass kein Gewinnspiel, Neuerscheinungen oder tolle Rezepte zum Nachmixen. Dasgibtesnureinmal.de – wir haben das Zeug dazu!

Und ich werde mir den Feierabend schmecken lassen, sicherlich mit einem Gin Tonic auf der Terrasse!

Prost, eure Janet